Lobe den Herrn, meine Seele!

Und der Ohrwurm für den heutigen Tag:

„Lobe den Herrn, meine Seele,

und seinen heiligen Namen;

was er dir Gutes getan hat,

Seele, vergiss es nicht!

Amen.“

Ein schöner Kanon, den ich bei der Gauklertruppe „Wanderwind“ kennenlernen durfte. Er begleitet mich, und seit einiger Zeit gibt es kaum etwas, das meinen Gemütszustand besser beschreiben würde.

Ich darf momentan erfahren, dass ein geliebter Mensch tausende Kilometer entfernt sein kann, aber dies eben nur eine räumliche (und zeitlich begrenzte, wenn auch für längere Zeit) Trennung ist. Außerdem gibt es Skype… So kann ich vollkommen gelassen zu Hause vor dem Computer sitzen und zusehen, wie er einen gigantischen Rucksack für einen Zehn-Tages-Trip durch die Wüste packt. Zehn Tage kein Kontakt, Null, aber ich weiß und fühle, dass sich unsere Seelen dennoch so nah sind, dass der andere immer präsent ist.

Jedes liebende Herz wird meine Freude verstehen!

Und das geht an den Einen:

„Führe die Straße, die du gehst,

immer nur zu deinem Ziel bergab!

Hab, wenn es kühl wird, warme Gedanken,

und den hellen Mond in dunkler Nacht.

Und bis wir uns wiedersehen,

halte Gott Dich fest in seiner Hand.

Bis wir uns mal wiedersehen,

hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt!

Er halte dich in seinen Händen,

doch drücke seine Faust dich nie zu fest.“

(Irischer Reisesegen)

Zu Beginn…

… ein Zitat:

τὰ συμβαίνοντά σοι ἐνεργήματα ὡς ἀγαθὰ προσδέξῃ, εἰδὼς ὅτι ἄτερ θεοῦ οὐδὲν γίνεται.

(Didache III,10)


Warum ausgerechnet dieses?

Für mich vermittelt es eine Lebenseinstellung, die zufrieden macht und so tiefe Freude ermöglicht. Es führt weg von der ewigen „warum-immer-ich“-Haltung dahin, gelassener mit Ereignissen in unserem Leben umzugehen. Wir wissen nicht, warum uns Dinge passieren, Es ist aber leichter, sie anzunehmen, wenn wir uns bewusst machen, dass nichts vergebens passiert. Ich wünsche uns allen ein offenes Herz und offene Augen, um so Freudiges dankbar anzunehmen.